Gestern war es schlimm.
Ich fühle mich die ganze Zeit sehr schlapp. Irgendwie denke ich, dass es Kopfsache ist. Ich rede mir ein, dass ich schwach und unterernährt bin. In Wirklichkeit geht es mir eigentlich gut.
Der gestrige Tag verlief ganz ok. Außer am Abend hat mein Magen richtig geknurrt und ich war nah dran alles hinzuschmeißen. Vor allem weil mein Mitbewohner so lecker gekocht hatte und der Geruch mich einfach wahnsinnig gemacht hat.
Ich habe es dennoch geschafft durchzuhalten. Darüber bin ich heute froh. Aber ich muss zugeben, dass ich langsam daran zweifle zwei Wochen wirklich durchzuhalten. Eine Woche will ich unbedingt schaffen, aber zwei?
Mal schauen.
In meinem schlauen Buch wird beschrieben, dass die ersten drei Fastentage die schlimmsten sind, da der Körper sich noch auf die neue Lebensweise umstellt. Vielleicht werde ich morgen aufwachen und könnte noch locker mehrere Wochen fasten. Ich wünschte es mir. Ich muss abwarten.
Ich bin gestern nicht zum Sport gegangen, irgendwie kann ich mir nicht vorstellen in meiner derzeitigen Verfassung zu schwitzen. Ich habe Angst, dass ich umkippe. Dies ist aber wieder alles Kopfsache.
Alle fastenerfahrene Leute berichten, dass Sport beim Fasten nicht nur gut ist, sondern auch einfach ist. Mit keinem Unterschied zum normalen Essverhalten.
Heute werde ich es versuchen. Ich gehe gleich ins Fitnessstudio. Mein Ziel ist es mindestens 30min auf dem Fahrrad zu schaffen. Vielleicht nicht bei einer hohen Geschwindigkeit, aber immerhin Bewegung.
Ich habe mich heute morgen gewogen und das Ergebnis was schockierend: 80,7kg
Damit ich einen besseren Überblick habe, ließ ich mir von meiner Wage die Fett- und Muskelwerte messen. Mein Fettgehalt hat sich kein Stück verringert, dafür aber meine Muskelmasse.
Da sieht mans wieder: Sport muss einfach sein!
Laut meinem Buch lässt sich der Muskelabbau nicht komplett verhindern. Aber durch Sport kann man dem gut entgegenwirken.
Meine nächste Sünde ist, dass ich doch nicht aufgehört habe zu rauchen. Jeder Tag ist ein Kampf und ich scheitere. Ich will nicht nur wegen dem Fasten aufhören, aber wegen dem Fasten muss ich aufhören. Sonst mache ich mich kaputt. Ich rede mir noch ein, dass es während der ersten Tage noch nicht allzu dramatisch ist.
Morgen muss ich es lassen, da ist mein Körper komplett auf Nahrungsverzicht umgestellt. Ich darf ihm nicht weiterhin dieses Gift antun.
Ich muss es schaffen!
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